Paradise Oskar 11.05.2011 - 20:06

Paradise Oskar mit Da Da Dam beim Eurovision Song Contest 2011

Paradise Oskar

Seit 40 Jahren nimmt Finnland am Eurovision Song Contest teil und konnte nur 2006 in Athen den Sieg davontragen. Mit “Da Da Dam” versucht Paradise Oskar nun die Wiederholung dieses Erfolgs. Die finnischen ESC-Beiträge zeichneten sich in den letzten Jahren vor allem dadurch aus, dass sie gern mal mit ungewöhnlichen Klängen von Hardrock bis Polka überraschten. Mit wechselndem Erfolg: Während die zwei Blondinen von Kuunkuiskaajat 2010 in Oslo mit ihrer fröhlichen Polka “Työki ellää” bereits im Halbfinale scheiterten, gewannen die Monsterrocker von Lordi 2006 den Wettbewerb mit “Hardrock Halleluja”.

Damals drückte ein 15-jähriger Junge namens Axel Ehnström noch fleißig die Schulbank und versuchte seine ersten Lieder zu Papier zu bringen. Anders als manch anderer Künstler beim ESC konnte Axel weder singen bevor er das Laufen lernte, noch konnte er schon als 5-Jähriger Mozart spielen. Dafür besitzt er aber einen starken Willen und Disziplin: Er lernt gern Neues, begeistert sich für Musik und schrieb seine ersten Songs ohne jede musikalische Ausbildung. Inzwischen studiert Axel Ehnström Musik am Pop & Jazz Konservatorium von Helsinki.

Bereits während seiner Schulzeit formte er aus den Melodien in seinem Kopf seine ersten Songs und hatte zunehmend den Wunsch, damit auch an die Öffentlichkeit zu gehen. Fehlte nur noch ein klangvoller Künstlername. In einer Geschichte von Astrid Lindgren wurde Axel fündig: Paradies Oskar war ein alter Landstreicher, der sich seinen Lebensunterhalt mit dem Akkordeon verdiente.

Paradise Oskar siegte im Finale des Vorentscheids mit deutlichem Vorsprung vor der Konkurrenz. Was nun folgte, klingt wie ein modernes Märchen: Im Sommer 2010 entstand aus einer Improvisation auf der Gitarre und einem teilweise selbstironischen Text der Song “Da Da Dam”. Eigentlich wollte Paradise Oskar nur ein Feedback auf seine Musik bekommen und schickte die mit einem Minibudget erstellte Demoaufnahme in den Wettbewerb für die offene Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Umso größer seine Überraschung, als er eine Mail vom finnischen Sender YLE bekam und erfuhr, dass die Jury seinen Titel in den Vorentscheid gewählt hatte.

Mit diesem Erfolg hatte der junge Musiker nicht gerechnet und war auch nicht wirklich auf einen Auftritt auf der großen ESC-Bühne vorbereitet. Mit Hilfe des bekannten Songwriters, Arrangeurs und Produzenten Leri Leskinen brachte er “Da Da Dam” in seine endgültige Fassung.

Ende November stellte er seinen Song erstmals öffentlich vor und bereits bei seinem ersten TV-Auftritt im Januar war das Publikum begeistert von der federleichten Gitarren-Ballade. Auf Anhieb gewann er die erste Vorentscheidsrunde und zog als Favorit ins Finale ein. Offenbar hatte Paradise Oskar die Herzen der Finnen im Sturm erobert: Er bekam im Televoting fast 50 Prozent der Stimmen und vertritt nun sein Land beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf. Im ersten Halbfinale am 10. Mai startet er auf Platz 10.

 

Quelle: Eurovision.de

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Nic P. 07.05.2011 - 17:40

Nic P.

Das Lied, es hat mich nach einigen Jahren auf eine gewisse Weise wieder eingeholt“, erinnert sich Nik P. Der Österreicher, Autor und Interpret des Millionensellers „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ sowie zahlreicher weiterer Hits („Der Mann im Mond“, „Come On Let’s Dance“, „Gloria“, „Was wär“), steht 2011 nun seit 30 Jahren auf der Bühne. 30 Jahre Songwriting, Auftritte mit der Band. Musik bestimmte allerdings schon viel, viel früher sein Leben. „Als Achtjähriger habe ich begonnen mich immer öfter in meine Fantasiewelt zurückzuziehen. Ich stand da, vor dem Spiegel, das Radio laut aufgedreht, schnallte mir die Luftgitarre um und dachte mich auf eine Bühne. Das ging so weit, dass ich in meinem Kopfkino sogar das Publikum applaudieren gehört habe. Jede freie Minute, wo ich sicher sein konnte, dass ich von niemandem bei meinen imaginären Shows erwischt werden würde - denn sonst kriegst du ja recht schnell den Stempel des Spinners aufgedrückt – flüchtete ich vor der Realität in diese, meine Welt“, erzählt Nik. Als ihm vor vier Jahren „Der Junge mit der Luftgitarre“ von seinem Komponisten- und Texterkollegen Andreas Bärtels angeboten wurde, schenkte er dem Lied keine besondere Beachtung. Die Zeit, sie war noch nicht reif.
„Ich habe mich erst vor einigen Monaten wieder daran erinnert.

Auslöser dafür waren all die Gedanken, die mir über die vergangenen 30 Jahre durch den Kopf gegangen sind. Plötzlich ist mir das Lied wieder eingefallen und ich wusste, es war irgendwo archiviert. Als ich es dann wieder gehört habe, ist mir mein Leben wie ein Film vor dem geistigen Auge abgelaufen. Das war’s, das war ich, von der ersten bis zur letzten Textzeile und mir war klar: Das muss der Titelsong zum neuen Album werden“.

Zwölf Songs hat er aufgenommen. Der Opener ist auch gleichzeitig die erste Single: „Wo die Liebe deinen Namen ruft“. „Es ist ein sehr lebensbejahendes Lied, wobei Liebe hier auch mit positiver Energie gleichzusetzen ist. Das Lied soll ausdrücken, dass es uns gut tut wenn wir geliebt werden. Dort wo Liebe ist, kann es nicht schlecht sein“.

Ein komplett für sich stehendes Lied und vor allem auch vom Arrangement ein völlig neu zu hörender Nik P. lässt sich in „Der Fremde“ entdecken. Da sind die Klänge einer Ukulele, dann die Bläsersätze, die nicht zufällig sehr US-amerikanisch klingen und der Text, der diese einfache, aber berührende Geschichte erzählt. „Es ist aus dem Leben heraus entstanden, aus Beobachtungen, selbst Erlebtem. Und was die Bläser betrifft, die wurden in New York aufgenommen“, sagt Nik.

„Der Junge mit der Luftgitarre“ ist mit Sicherheit jenes Album, das den Songwriter Nik P. mit einer beachtlich ausgereiften Bandbreite seiner Qualitäten präsentiert. Natürlich, da sind die potentiellen Hits wie „Alles was ich brauch bist du“ oder der absolute Mitsing-Song „Wir sind die Besten“ und eine Neuaufnahme von dem Titel, der Nik P. zum ersten Mal richtig in die Charts katapultierte: „Ireen“. Aber es gibt da noch so viele spannende Facetten zu entdecken: „Im nächsten Leben“, „Mein Herz“ oder „Der Spiegel an der Wand“.


Aufgenommen und produziert wurde der Großteil des Albums wieder zusammen mit Matze Roska in den Mitte Studios Berlin und in Niks Heimstudio. Man merkt der CD an, dass sie die Möglichkeit hatte in harmonischem Umfeld wachsen zu dürfen.

Der Junge mit der Luftgitarre ist erwachsen geworden. Er ist besser als je zuvor. Alle Fans haben die Chance sich davon zu überzeugen – entweder mit dem neuen Album oder bei Niks zahlreichen Live-Terminen. Einen ganz besonderen sollte man sich jetzt schon dick im Kalender eintragen: Das große Nik P. Open Air am 20. August 2011 im österreichischen Teufenbach! Nähere Infos dazu in Kürze.
Nik P.s neues Album „Der Junge mit der Luftgitarre“ inkl. der neuen Hit-Single „Wo die Liebe deinen Namen ruft“ erscheint am 06. Mai 2011.
Quelle: Sabine Rothmair Ariola

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